Was sagt die Expertin?

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»Erfolg durch schonende Techniken«

PD Dr. Ursula Nestle,
Strahlenthrapeutin, Uniklinik Freiburg

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Strahlentherapie

Schild StrahlentherapieBei der Strahlentherapie werden die bösartigen Zellen mit energiereichen elektromagnetischen Wellen bestrahlt, um sie zu verkleinern oder abzutöten. Eine Strahlentherapie wird bei Bauchspeicheldrüsenkrebs allein oder in Kombination mit einer Chemotherapie oder Operation durchgeführt.

 

Wie läuft eine Strahlentherapie ab?

Bei dieser Therapieform wird die Bestrahlung möglichst auf den tumortragenden Körperbereich beschränkt, jedoch führt insbesondere bei Tumoren in der tief im Körper liegenden Bauchspeichel- drüse der Weg zwangsläufig auch durch gesundes Gewebe. Damit sich dieses erholen kann, erfolgt die Bestrahlung in vielen Abschnitten (vier bis fünf Einzelbestrahlungen pro Woche) mit geringer Strahlendosis. Die Strahlenbehandlung ist dabei vollkommen schmerzlos. In aller Regel erfolgt die Strahlentherapie von außen durch die Haut.

Dank verbesserter Methoden können Mediziner die Strahlentherapie heute sehr gezielt dosieren und einsetzen. Damit ist sie für Patienten deutlich verträglicher als früher.

Wann wird eine Strahlentherapie durchgeführt?

In den meisten Fällen wird die Strahlentherapie zur Beseitigung von Tumorsymptomen bei lokal fortgeschrittenen Stadien eingesetzt (palliative Behandlung). Bei 50 bis 70% der Patienten können Schmerzen deutlich reduziert werden. Dieses gilt besonders auch bei Absiedlungen des Tumors in die Knochen.

Nebenwirkungen der Strahlentherapie

Die Strahlentherapie hat ebenso wie die Chemotherapie das Ziel, Krebszellen anzugreifen und abzutöten. Auch hier können Nebenwirkungen auftreten, die aber Dank der modernen Technik nicht mehr so stark sind wie früher.

Die Strahlentherapie ist heute dank verschiedener technischer Verbesserungen und computergesteuerter Planung präziser und verträglicher als früher. Dennoch kann es zu folgenden unerwünschten Nebenwirkungen kommen:

Viele der Nebenwirkungen treten auf, weil oft auch andere Verdauungsorgane – insbesondere der Darm – im Bestrahlungsbereich liegen und damit ungewollt mitbestrahlt werden. Von Ihrem Arzt erhalten Sie Informationen, wie sich die Beschwerden lindern lassen und wie Sie die bestrahlten Hautbezirke am besten pflegen können.