Fachbegriffe

Hier finden Sie eine alphabetische Übersicht über wichtige Fachbegriffe, von A wie Abdomen bis Z wie Zytostatika.

A bis D

  • Abdomen: Bauch, Unterleib
  • Adenokarzinom: Karzinom, das von drüsenbildenden Teilen des Gewebes ausgeht.
  • adjuvant: ergänzend. Eine adjuvante Therapie erfolgt ergänzend nach einer Operation, wenn zwar alles sichtbare Tumorgewebe entfernt wurde, aber trotzdem mit verbliebenen, nicht sichtbaren Tumorzellen oder –Zellnestern zu rechnen ist.
  • ambulant: ärztliche Betreuung, ohne dass ein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist.
  • Anamnese: Krankengeschichte mit Art, Beginn und Verlauf der (aktuellen) Beschwerden, die im ärztlichen Gespräch mit dem Kranken erfragt werden.
  • Anastomose, bilio-digestive bzw. gastrointestinale: neu geschaffene Verbindung zwischen Gallenwegen und Dünn- oder Zwölffingerdarm bzw. zwischen Magen und Dünndarm nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse.
  • Angiografie: Darstellung von Gefäßen nach der Gabe von Röntgen-Kontrastmitteln.
  • Antibiotika: Medikamente, die zur Vernichtung von Bakterien als Verursacher von Infektionskrankheiten eingesetzt werden.
  • Antiemetika: Medikamente, die Übelkeit und Erbrechen, insbesondere auch als Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie, bessern bzw. vermeiden sollen.
  • Antikörper: binden fremde und körpereigene Stoffe wie Giftstoffe und Viren und machen sie unschädlich. In der Medizin werden Antikörper zu diagnostischen Zwecken und zur Therapie eingesetzt.
  • Biopsie: Untersuchung einer Gewebeprobe, die aus einem lebenden Organismus entnommen wurde.
  • Caput, Corpus, Cauda pancreatis: Pankreaskopf, - Körper, - Schwanz
  • Chemotherapie: Behandlung mit chemischen Substanzen, die eine Wachstumshemmung von Tumorzellen im Organismus bewirken (>Zytostatika)
  • Computertomografie (CT): Beim CT wird der Körper schichtweise geröngt. Die Aufnahmen werden durch einen Computer gesteuert und errechnet. Anschließend können die Schichtbilder so zusammengesetzt werden, dass sich ein dreidimensionales Bild des Körpers erstellen lässt.
  • Diabetes mellitus: Zuckerkrankheit. Ein erhöhter Zuckerspiegel im Blut, der entsteht, wenn die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin produziert.
  • Dignostik: Sammelbegriff für alle Untersuchungen, die zur Feststellung einer Krankheit und deren Benennung führen sollen.
  • Diarrhoe: Durchfall
  • Drainage: Ableitung von Flüssigkeit über zu diesem Zweck gelegte Röhrchen, Schläuche oder Ähnliches.
  • Drüse: Organ, das spezifische Wirkstoffe (Sekrete) bildet und diese nach außen (z.B. in die Mundhöhle) oder nach innen direkt in die Blut- oder Lymphbahn abgibt.
  • Dumping-Syndrom: Beschwerden infolge einer zu schnellen, sturzartigen Entleerung des Speisebreis in den Dünndarm nach teilweiser oder vollständiger Entfernung des Magens. Das Früh-Dumping tritt innerhalb der ersten 15-30 Minuten nach Nahrungsaufnahme, das Spät-Dumping ein bis vier Stunden nach den Mahlzeiten auf.
  • Duodenum: Zwölffingerdarm

E bis H

  • EGF-Rezeptor: [englisch: Epidermal Growth Factor Receptor; übersetzt: epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor] Rezeptor in der Zellwand, der über EFG-Moleküle aktiviert wird und das Zellwachstum stimuliert. Eine Überaktivierung führt zu unkontrollierter Zellteilung und damit zum Krebswachstum.
  • endokrin: endokrine Drüsen geben ihre im Körper gebildeten Wirkstoffe (Sekrete), wie beispielsweise Hormone, unmittelbar in die Blutbahn ab.
  • Endoskopie: Körperhohlräume und Hohlorgane lassen sich mit Hilfe eines beweglichen Schlauches, in dem sich ein optisches System befindet, ausleuchten und betrachten ("spiegeln"). Während einer Endoskopie können auch Gewebeproben entnommen (Biopsie) oder sogar eine endoskopische Operation durchgeführt werden. Eine weiterführende Diagnostik ist durch die Kombination der Endoskopie mit Röntgenaufnahmen (ERCP) oder Ultraschall (Endosonografie) möglich.
  • Endosonografie: Untersuchungsmethode, bei der ein kleines Ultraschallgerät am Endoskop angebracht ist, das eine Ultraschalluntersuchung umliegender Organen ermöglicht.
  • enterale Ernährung: künstliche Ernährung. Die Nährlösung wird durch einen dünnen Schlauch direkt in den Darm geleitet und von dort durch die Darmwand in den Körper aufgenommen. Der Schlauch wird in der Regel durch die Nase oder den Mund gelegt.
  • Enzyme: Eiweißstoffe im menschlichen Körper, die als Katalysatoren die Stoffwechselvorgänge im Organismus entscheidend beeinflussen. Enzyme werden zum Beispiel von der Magen-Darm-Schleimhaut und der Bauchspeichel-drüse produziert und dienen der Aufspaltung beziehungsweise Verarbeitung der Nahrungsstoffe.
  • ERCP (Endoskopisch Retrograde Cholangio-Pankreatikografie): Endoskopische Darstellung des Gallengangssystems (Cholangiographie) und des Pankreasganges (Pankreaticographie).
  • Erythrozyten: rote Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Blut zuständig sind.
  • exokrin: exokrine Drüsen geben die Sekrete, die sie herstellen – beispielsweise den Bauchspeichel mit Verdauungsenzymen – nach „außen“ ab, also etwa an die Haut oder in den Darm.
  • Fatigue: Müdigkeit und Erschöpfung bei Tumorerkrankungen.
  • Gene: in den Chromosomen der Zellkerne lokalisierte Erbfaktoren.
  • Grading: der Grad der Bösartigkeit von Tumoren wird beurteilt nach bestimmten Bewertungskriterien, z.B. Zellteilungsrate im Tumor oder Ähnlichkeit der Tumorzellen mit Zellen des Organs, aus dem der Tumor hervorgeht.
  • Histologie: Wissenschaft und Lehre vom Feinbau biologischer Gewebe des Körpers.
  • Hormone: Botenstoffe des Körpers, die in spezialisierten Zellen und Geweben gebildet werden und auf dem Blut- oder Lymphweg ihren Wirkort erreichen.

I bis N

  • Immunsystem: das körpereigene Abwehrsystem gegen Krankheiten. Es kann Krankheitserreger oder fremde Substanzen als ‚feindlich‘ erkennen und Gegenmaßnahmen aktivieren.
  • Infusion: Einführung von Flüssigkeit (Nährlösungen, Medikamente) in den Organismus, bei der intravenösen Infusion direkt in die Blutbahn.
  • Insulin: den Blutzucker senkendes Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Insulin ist für die Regulierung des Zuckerstoffwechsels lebensnotwendig.
  • intraoperativ: während der Operation
  • intravenös (i.v.): Verabreichung eines Medikaments in eine Vene.
  • Karzinom: bösartige Geschwulst, die aus dem Deckgewebe (Epithel) entsteht.
  • karzinogen, kanzerogen: krebserzeugend
  • Kernspin(Magnetresonanz)tomografie (MRT): bildgebendes Verfahren ohne Strahlenbelastung. Dabei senden Wasserstoffatome im Körper als Antwort auf ein von außen erzeugtes hohes Magnetfeld messbare Signale aus, woraus sich wiederum präzise Bilder des Körpers zusammensetzen lassen. Die Kernspin-tomographie kann auch die Gangsysteme von Bauchspeicheldrüse und Galle darstellen (Magnet-Resonanz-Cholangio-Pankreatikographie (MRCP).
  • Laparoskopie: Bauchspiegelung; endoskopische Untersuchung der Bauchhöhle durch einen kleinen Bauchwandschnitt, meist links oberhalb des Bauchnabels.
  • Leukozyten: weiße Blutkörperchen, deren Hauptaufgabe in der Abwehr von Krankheitserregern besteht.
  • Lymphknoten: Lymphknoten sind an zahlreichen Stellen des Körpers (Lymphknotenstationen) Filter für das Gewebewasser (Lymphe) einer Körperregion.
  • MCT-Fette (mittelkettige Triglyceride): MCT-Fette werden schneller und vollständiger, auch ohne Enzyme (Lipasen) des Bauchspeicheldrüsensaftes, von der Darmwand aufgenommen. Als Diät-Margarine oder Diät-Speiseöl in Apotheken oder Reformhäusern erhältlich.
  • Metastase: Tochtergeschwülste von Tumoren, welche an einer anderen Stelle im Organismus entstanden sind. Über Blut- oder Lymphbahnen können Tumorzellen in die Leber und in andere Organe verschleppt werden, hier anwachsen und neue Geschwülste bilden.
  • neoadjuvant: eine neoadjuvante Therapie erfolgt vor einer Operation, mit dem Ziel, den Tumor zu verkleinern, damit er bei der Operation vollständig entfernt werden kann.

O bis R

  • palliativ: (lat. palliare = mit einem Mantel bedecken, lindern) Maßnahmen zur Behebung/Linderung bestimmter Symptome, nachdem eine Heilung des Patienten nicht mehr möglich ist. Ziel ist die Erhaltung bzw. Verbesserung der Lebensqualität.
  • Pankreas: Bauchspeicheldrüse
  • Pankreatektomie: operative Entfernung der Bauchspeicheldrüse.
  • Pankreatitis: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, chronisch oder akut
  • parenterale Ernährung: künstliche Ernährung, bei der die Nährlösung über die Venen, d.h. am Darm vorbei, verabreicht wird
  • Positronen-Emissions-Tomografie (PET): modernes computergestütztes bildgebendes Verfahren, mit dem Schnittbilder des Körpers auf der Basis der Messung von Stoffwechselvorgängen erstellt werden. Tumoren und/oder Metastasen weisen meist einen gegenüber gesundem Gewebe erhöhten Stoffwechsel auf und heben sich dadurch in dem tomographischen Bild vom gesunden Gewebe ab.
  • Primärtumor: Zuerst entstandene Geschwulst, von der Metastasen (Absiedelungen) ausgehen können.
  • Progression: Fortschreiten einer (Krebs)erkrankung.
  • Prognose: Vorhersage/Beurteilung des voraussichtlichen Verlaufes, der Dauer und des Ausgangs einer Krankheit.
  • Protein: Eiweiß
  • Radiochemotherapie: Kombination von Strahlen- und Chemotherapie in der Krebsbehandlung.
  • Radiotherapie: siehe Strahlentherapie
  • Rehabilitation: Zusammenfassung aller medizinischen, psychischen, sozialen und beruflichen Maßnahmen, die helfen sollen, Patienten in Familie, Gesellschaft und Beruf wiedereinzugliedern (lat. rehabilitare = wieder fähig machen). Ziel ist es, mit den infolge der Krebserkrankung und der Therapie entstandenen Problemen besser zurechtzukommen.
  • Remission: Rückbildung einer Tumorerkrankung, meist im Sinne einer vorübergehenden Rückbildung.
  • Resektion: operative Entfernung kranker oder defekter Teile eines Organs.
  • Rezidiv: Rückfall; Wiederauftreten einer Krebserkrankung nach einer krankheitsfreien oder symptomfreien Periode. Das Rezidiv kann auf den ursprünglichen Entstehungsort beschränkt sein (Lokalrezidiv), die benachbarten Lymphknoten erfassen oder an einer vom Entstehungsort entfernten Körperstelle auftreten (Fernrezidiv = Metastase).

S bis Z

  • Sonographie: siehe Ultraschalluntersuchung
  • Stadieneinteilung (Staging): Beschreibung der Größe eines Tumors und seiner Ausbreitung in andere Organe und Lymphknoten, wobei insbesondere die Größe des Primärtumors (T), die Zahl der befallenen Lymphknoten (N) und die Metastasen (M) formelhaft berücksichtigt werden (>TNM-Klassifikation).
  • Strahlentherapie: Behandlung mit ionisierenden Strahlen, die über ein spezielles Gerät auf festgelegte Bereiche des Körpers gerichtet werden. Um gesundes Gewebe weitestgehend zu schonen, werden vor Beginn einer Bestrahlung die Bestrahlungsfelder genau festgelegt. Neben der externen Bestrahlung gibt es auch eine interne Bestrahlung, z.B. während einer Operation.
  • Symptom: Krankheitszeichen
  • Szintigrafie: Mit Hilfe von radioaktiv markierten Substanzen werden innere Organe untersucht und die Organe bzw. krankhafte Veränderungen bildlich dargestellt. Anhand des Szintigramms kann man auffällige Bezirke sehen und weitere Untersuchungen einleiten. Diese Methode wird oft zur Suche nach Metastasen in den Knochen eingesetzt (Skelettszintigraphie).
  • Thrombozyten: Blutplättchen, die kleinste Form der Blutkörperchen; notwendig, um die Blutgerinnung aufrecht zu erhalten.
  • TNM-Klassifikation: Einteilung bösartiger Tumore nach ihrer Ausbreitung. Dabei bedeuten: T= Tumor, N= Lymphknoten, M= Fernmetastasen. Durch Zuordnung von Indexzahlen werden die einzelnen Ausbreitungsstadien genau beschrieben (z.B. T1N0M0).
  • Tumor: Neubildung von körpereigenem Gewebe durch vermehrtes Zellwachstum, kann gutartig oder bösartig sein.
  • Tumormarker: Körpereigene Substanzen, deren Auftreten oder erhöhte Konzentration im Blut mit einer Krebserkrankung assoziiert sein können. Eine Erhöhung der Tumormarker kann, muss aber nicht, auf ein Tumorwachstum hinweisen. Auch sind Tumormarker häufig erst ab einer bestimmten Tumorgröße im Blut nachweisbar. Normale Tumormarker schließen eine Wiedererkrankung also nicht aus.
  • Ultraschalluntersuchung: ein bildgebendes Verfahren, bei dem Ultraschallwellen durch die Haut oder Schleimhaut in den Körper eingestrahlt und von Gewebs- und Organgrenzen zurückgeworfen werden. Die zurückgeworfenen Wellen werden von einem Empfänger aufgenommen und über einen Computer in Bilder umgewandelt. Eine Strahlenbelastung tritt nicht auf.
  • Zytostatika: Medikamente, die die Entwicklung und Vermehrung von Tumorzellen hemmen, überwiegend über eine Verhinderung der Zellteilung.