Was sagt die Expertin?

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»Jeder Mensch reagiert verschieden«

Friederike Bürger
Diätassistentin, Berlin

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Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Ernaehrung bei BauchspeicheldrüsenkrebsDas Thema Ernährung spielt für Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs eine wichtige Rolle. Eine gesunde, ausgeglichene Kost kann dem Körper – gerade während der Therapie – die nötige Energie geben und ihn widerstands- und leistungsfähiger machen.


Wie ernähre ich mich richtig?

Eine ausgewogene Ernährung sollte aus 50% Kohlenhydraten, 20% leicht verdaulichem Eiweiß und rund 30% Fett bestehen. Häufig ist aber insbesondere die Fettverdauung gestört. Viele Betroffene verlieren deshalb an Gewicht und leiden am so genannten Fettstuhl – einem grau gefärbten, geruchsintensiven, durchfallartigen Stuhl, der die nicht ausreichend verdauten Fettbestandteile enthält.

Hilfreich ist es hier, einen Teil der herkömmlichen Nahrungsfette durch so genannte MCT-Fette zu ersetzen, welche vom Dünndarm besonders gut aufgenommen werden. Die Fette gibt es als Diätmargarine, Speiseöl oder auch in verarbeitetem Zustand in Brotaufstrich im Handel. Zu beachten ist, dass MCT-Fette nicht zum Braten, Schmoren und Grillen geeignet sind, da sie bei Erhitzung leicht zerfallen. Versetzen Sie die Speisen deshalb erst nach dem Kochen mit MCT-Fetten.

Eine Zitrone und eine ZitronenehälfteDurch die gestörte Fettverdauung kann auch die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) verhindert werden. Diese müssen daher zusätzlich, z.B. einmal monatlich durch eine entsprechende Spritze, verabreicht werden. Besonders wichtig ist, die Lust am Essen nicht zu verlieren. Ein gut ausgewogener Speiseplan, der persönliche Vorlieben berücksichtigt, fördert das Wohlbefinden.

InfoiconWeitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in unserem Ernährungsratgeber >>